Das Leiden der Kaninchen in Mastanlagen

Undercover-Aufnahmen von PETA zeigen das Kaninchen-Grauen in Lastrup

Stand: August 2012


Kaninchenmastanlage in Lastrup

Kaninchenmastanlage in Lastrup

PETA-Ermittler recherchierten bei Kaninchenmästern in ganz Deutschland. Unter anderem auch in der Nähe von Lastrup, wo die Ermittler insgesamt dreimal hinter die Kulissen des niedersächsischen Kaninchenmästers schauen konnten. Was sie dort vorfanden, war der blanke Horror: In der Kotgrube wimmelte es von Maden. Immer wieder sahen sie dort verletzte und sterbende Tiere. In einem Käfig lag ein völlig verwestes Tier, auf dessen Überresten zwei Artgenossen ausharren mussten. Zwei Tiere hatten extreme Fehlstellungen, bei denen der Kopf um 90 Grad gedreht war. Außerdem schnitten die Gitterböden in ihre empfindlichen Pfoten und die Ammoniakgasmessungen waren so hoch, dass die Gesundheit der Kaninchen stark beeinträchtigt wird und Atemwegserkrankungen gefördert werden. Bei der Mast anderer Tiere, beispielsweise bei Schweinen, sind solche Werte nicht zulässig, doch hierzulande ist die Kaninchenhaltung noch nicht verbindlich geregelt.

Sofortiges Schlachtverbot und Betriebsschließung
PETA konfrontierte den Züchter und zog das Veterinäramt hinzu. Er wollte den PETA-Ermittlern weismachen, er habe lediglich 200 Tiere und keinen Schlachtraum. Bei den Recherchen wurden aber mehrfach große Müllbehälter mit Kaninchenfellen und -köpfen gefunden. Das Veterinäramt zählte 1.200 Kaninchen und überführte den Züchter, der bereits über Jahre hinweg illegal Fleisch auf den Markt brachte. Er war weder dem Veterinäramt bekannt noch erfüllte er notwendige Voraussetzungen für die Haltung und Schlachtung. Das Veterinäramt erteilte ein sofortiges Schlachtverbot und gab dem Mäster 14 Tage Zeit, den Betrieb einzustellen.


Kaninchenmastanlage in Lastrup

Kaninchenmastanlage in Lastrup

Kein Einzelfall, sondern traurige Realität
Wie kann es sein, dass ein Züchter jahrelang illegal 1.200 Kaninchen hält, den Tierschutz verachtet und ihr Fleisch auf den Markt bringen kann, ohne dass die zuständigen Ämter davon Notiz nehmen. PETA konnte dafür sorgen, dass dieser Betrieb geschlossen wurde, doch es gibt zahlreiche legale Mastanlagen, in denen die Dimensionen viel größer und die Zustände ähnlich sind.

Per E-Mail können sie auf diesem link gegen die Kaninchenmast protestieren:

http://www.peta.de/web/kaninchen.6126.html

 


Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!